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Upcoming | Archive: 2021 2020
  • Thu
    16
    Sep
    2021

    ∏-Solo @ JazzWerkstatt Wien Festival

    20h

    DAS WERK

    SPITTELAUER LÄNDE 12, STADTBAHNBÖGEN 331/333, 1090 WIEN
    BEGINN 20:00 UHR, EINTRITT: € 15,-
    ES GELTEN DIE CORONA MASSNAHME DER STADT WIEN: 3G UND MASKENPFLICHT INDOOR
    TICKETS KAUFEN
    DAS WERK

     

    Raphael Preuschl – electric bass, efx, loops

    „Die blödeste Frage” an Raphael Preuschl von Raphael Preuschl „Pi“

    Viele Interviews habe ich nicht gegeben. Die Frage, ob ich die Bassukulele aus praktischen Gründen oder ihres Sounds wegen spiele, höre ich oft und die beantworte ich mittlerweile ziemlich routiniert. Dieses Mal bin ich allerdings aufs Glatteis geführt worden.

    Folgende Situation: Im Fernsehstudio spielt ein (Klavier-)Trio live Stücke aus dem aktuellen Album, danach werden die Musiker interviewt.
    Interviewerin: „Der Jazz an sich hat ja auch was sehr Mystisches, Geheimnisvolles – dieses Impro… Improvisieren. Für mich ist das ein großes Geheimnis. Wie ist das für euch, wenn man das täglich macht? Ist es immer noch ein Geheimnis, Raphael?”
    Die Frage klang in meinen Ohren wie ein langsames Glissando auf der E-Saite einer Violine über eine Oktave rauf und wieder runter.
    Raphaels Gedanken in dem Moment: „Uffa, Improvisation hat echt nix Geheimnisvolles, eher ein Zusammensetzen von verschiedenen Bausteinen, Tools, die man sich über Jahrzehnte drauf schafft.”

    Raphaels Antwort: „Ähhhhhh… Je länger man spielt (Musik macht), um so eher kommt man vielleicht an den Punkt, an dem man sagen könnte, es ist etwas Mystisches, etwas, das man nicht so leicht in Worte fassen kann. Zunächst bedeutet es jahrelange Arbeit, damit eventuell aus der Improvisation etwas Mystisches werden kann.”

    Ich denke, dass ich heute diese Frage – Improvisation im Jazz – mit alltäglichen Tätigkeiten im Leben vergleichen würde, zum Beispiel, wenn die Suppe fad schmeckt, salzt und pfeffert man nach oder wenn der Kuchen nicht aufgeht oder verkohlt ist, wirft man ihn weg und fängt von vorne an, oder man geht in die Patisserie und kauft einen.